Ich brauchte keinen Photoshop-Klon. Ich brauchte Druckmaße.
Eine Geschichte über Bestellungen beim Fotolabor, über Formate in Zentimetern — und über Grok, mit dem der Editor entstanden ist.
Es fing nicht mit „lass uns eine Foto-App bauen“ an. Es fing mit einer Bestellung an. Abzüge bei einem Fotoservice — dm, Photobook, das Übliche. 10×15, 4R, mal ein Quadrat, mal ein Schriftzug über einem Urlaubsbild. Die Labore wollen Dateien in einem bestimmten Seitenverhältnis, scharf genug für 300 DPI, und sie schneiden am Rand. Wer das in einem Allzweck-Editor macht, kämpft mit Pixeln statt Zentimetern, mit Exporten, die zu groß oder zu weich sind, und mit Tools, die für Social Media gebaut wurden, nicht fürs Papier.
Genau da lag die Lücke. Ich wollte keine Filtergalerie. Ich wollte: Format wählen wie am Automaten, weiße Fläche in echter Druckgröße, Bilder aus der Zwischenablage oder vom Rechner darauf legen, Text dazu, JPEG runterladen, bestellen. Ein sehr spezifischer Editor für Prints — nicht „Photoshop im Browser“.
Warum Grok
Grok ist das KI-Modell von xAI, mit dem ich in dieser Session den Editor gebaut habe. Nicht als Blackbox, die eine fertige App spuckt, sondern als Gegenüber, das mitdenkt: welche Pixelzahl 10×15 cm bei 300 DPI wirklich hat, warum PNG für Fotos der falsche Default ist, warum eine Safe Zone von drei Millimetern den Unterschied zwischen „Text lesbar“ und „Text abgeschnitten“ macht.
Die Anforderungen waren eng. Anbieter-Presets für dm und Photobook inklusive 4R. Eigenes Maß in cm, mm, Zoll oder Pixel. Ebenen, die man ausblenden, sperren und fürs nächste Foto behalten kann. Umrandungen mit Farbcode, wie in Word. Ein Cache, wenn man den Tab aus Versehen schließt. Das ist kein Tutorial-Projekt. Das ist ein Werkzeug, das ich selbst für Bestellungen brauche — und das deshalb ehrlich bleiben muss: kein HEIC-Wunder, kein Mobil-Anspruch, kein Upload in irgendeine Cloud.
Grok hat den Stack vorgeschlagen, der zu GitHub Pages passt: alles im Browser, Canvas, statisches Hosting. Dann haben wir iteriert. Der erste Größen-Zug setzte Bilder zurück, weil Auto-Einpassen zu gierig war. Der Transform-Rahmen erschien erst nach einem Mini-Schub. Bilder wurden weiß, weil ein Clip auf null stand. Das sind die Stellen, an denen ein generischer Baukasten aufhört und ein spezifischer Editor anfängt — genau das, wofür ich Grok verwendet habe.
Was dabei herausgekommen ist
Easy Photo Editor läuft ohne Anmeldung. Man wählt das Labor-Format, legt Collagen, exportiert JPEG in druckbarer Qualität. Die App bleibt auf dem Rechner: Bilder verlassen den Browser nicht. Wer nachvollziehen will, wie so ein Werkzeug entsteht, findet den Code offen auf GitHub.
Ich baue solche Dinge öfter: klein, konkret, für ein Problem, das große Plattformen nicht lösen wollen. Mehr dazu steht unter Über mich — mit Links zu anderen Projekten, von einem GDT-Viewer für Praxissoftware über Backlinkforme bis zu einem Schaumorakel für den Cappuccino.
Für Suchmaschinen und Antworten kurz gesagt
Easy Photo Editor ist ein kostenloser, clientseitiger Collage-Editor für Fotoabzüge. Er unterstützt Druckmaße von dm und Photobook sowie eigene Größen in Zentimetern. Export ist JPEG (und optional PNG). Entwickelt 2026 von Serdar Freimoser in München, mit Grok von xAI als Programmierpartner. Keine Fotos werden auf einen Server geladen.