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Ratgeber · Dokumentieren

Körperfotos und Datenschutz: Wem gehören deine Progress-Bilder eigentlich?

Progress-Fotos sind die intimsten Bilder, die die meisten Menschen von sich machen: wenig Kleidung, ehrliche Perspektive, schlechte Tage inklusive. Umso erstaunlicher, wie selten gefragt wird, wo diese Bilder eigentlich landen.

Teil unseres Guides: Progress-Fotos – der komplette Guide

Das übliche Modell: die App-Cloud

Die meisten Progress-Apps laden Fotos auf die Server des Anbieters. Das ist bequem – und bedeutet: Ein Startup, das du nicht kennst, besitzt eine Datenbank mit Körperfotos. Wird es verkauft, gehackt oder eingestellt, sind deine Bilder betroffen.

Worauf du bei jeder App achten solltest

Wo werden Fotos gespeichert? Sind sie Ende-zu-Ende verschlüsselt? Was passiert beim Löschen des Kontos? Steht das in der Datenschutzerklärung verständlich drin – oder in Juristendeutsch? Wenn die Antworten fehlen, ist das die Antwort.

Die Alternative: dein eigener Speicher

Ein Ordner in deinem eigenen Google Drive, iCloud oder auf der Festplatte gehört dir. Kein Anbieter kann ihn verkaufen, kein Startup kann ihn beim Aus mitnehmen. Der Nachteil: Du musst die Struktur selbst pflegen – oder eine App nutzen, die das für dich in deinem Speicher tut, ohne die Bilder selbst zu behalten.

Das Galerie-Problem

Ein unterschätzter Punkt: Fotos in der normalen Handy-Galerie tauchen auf, wenn du jemandem Urlaubsbilder zeigst. Ein getrennter, nicht in der Galerie sichtbarer Speicherort ist kein Luxus, sondern Alltagsschutz.

Checkliste vor dem ersten Foto

Speicherort geklärt · nicht in der Galerie · Backup vorhanden · Löschen jederzeit möglich · Datenschutzerklärung gelesen. Fünf Punkte, zwei Minuten – und ein Jahr Ruhe.

Häufige Fragen

Sind Progress-Fotos Gesundheitsdaten?

Körperfotos im Kontext von Gewichtsverlust können als besonders schützenswerte Daten gelten. Umso wichtiger, dass du kontrollierst, wo sie liegen.

Ist Google Drive sicher für Körperfotos?

Es ist dein Konto mit deiner Zwei-Faktor-Authentifizierung – deutlich mehr Kontrolle als ein App-Server, den du nicht kennst. Wichtig ist, dass die App nur auf ihren eigenen Ordner zugreifen kann.

Quellen

  1. Burke L. E., Wang J., Sevick M. A. (2011): Self-monitoring in weight loss: a systematic review. J Am Diet Assoc 111(1) – Selbstbeobachtung ist mit größerem Gewichtsverlust verbunden

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei einer größeren Gewichtsreduktion ist eine medizinische Begleitung sinnvoll.

Zuletzt geprüft: 26.08.2026