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Was ist FHIR?

FHIR (Fast Healthcare Interoperability Resources) ist ein Standard von HL7 International, der Gesundheitsdaten als Ressourcen wie Patient, Observation oder Encounter beschreibt; sie lassen sich als JSON oder XML über REST-Schnittstellen austauschen.

Diese Seite erklärt die Grundbegriffe so weit, wie man sie zum Lesen von FHIR-Dateien braucht. Jeder Abschnitt nennt seine Quelle; zu den deutschen Spezifikationen steht nur, was auf den verlinkten Seiten steht.

Die Ressource als Grundbaustein

Nach der FHIR-Spezifikation ist die Ressource der grundlegende Baustein: Alle austauschbaren Inhalte sind als Ressource definiert. Beispiele sind Patient, Observation (Messwerte), Encounter (Behandlungsfall) und Condition (Diagnose oder Problem). Jede Ressource hat einen Typ (resourceType) und eine id; ihre Elemente sind in der Spezifikation mit Datentyp und Kardinalität beschrieben, zum Beispiel 0..1 für „optional, höchstens einmal“ und 1..1 für „Pflicht“.

JSON und XML: dieselbe Ressource, zwei Schreibweisen

FHIR definiert eine JSON- und eine XML-Darstellung (Medientypen application/fhir+json und application/fhir+xml). In JSON steht der Typ im Feld resourceType; in XML ist der Typ das Wurzelelement im Namensraum http://hl7.org/fhir, und Werte einfacher Typen stehen im Attribut value. Leere Arrays und null-Werte gibt es in FHIR-JSON nicht; Kommentare sind nicht erlaubt. Der folgende Encounter (aus dem Encounter-Beispiel, hier ohne das Narrativ text) ist beide Male derselbe:

JSON

{
  "resourceType": "Encounter",
  "id": "example",
  "status": "in-progress",
  "class": {
    "system": "http://terminology.hl7.org/CodeSystem/v3-ActCode",
    "code": "IMP",
    "display": "inpatient encounter"
  },
  "subject": {
    "reference": "Patient/example"
  }
}

XML

<Encounter xmlns="http://hl7.org/fhir">
  <id value="example"/>
  <status value="in-progress"/>
  <class>
    <system value="http://terminology.hl7.org/CodeSystem/v3-ActCode"/>
    <code value="IMP"/>
    <display value="inpatient encounter"/>
  </class>
  <subject>
    <reference value="Patient/example"/>
  </subject>
</Encounter>

Beim Erzeugen dieser Seite wurde das XML mit dem Parser des Viewers gelesen und mit dem JSON verglichen; beide ergeben dieselbe Struktur.

Die Daten bleiben in Ihrem Browser: Es wird nichts hochgeladen. Nur zur Ansicht, kein Validator, kein Medizinprodukt.

Referenzen: wie Ressourcen aufeinander zeigen

Ressourcen verweisen aufeinander, etwa "subject": {"reference": "Patient/example"} bei einem Encounter. Die Spezifikation kennt den Literalverweis (reference: relative oder absolute URL, bei #… eine contained-Ressource) und den logischen Verweis über einen identifier. Ob das Ziel in derselben Datei liegt, ist Sache des Bundles – mehr dazu unter FHIR-Bundle anzeigen.

REST: wie Ressourcen übertragen werden

Die Spezifikation beschreibt eine REST-Schnittstelle: eine Ressource lesen mit GET [base]/[type]/[id], anlegen mit POST [base]/[type], ändern mit PUT [base]/[type]/[id], löschen mit DELETE [base]/[type]/[id] und suchen mit GET [base]/[type]?…. Das Ergebnis einer Suche kommt als Bundle. Dieser Viewer greift auf keine solche Schnittstelle zu; Sie fügen Daten ein, die Sie bereits haben.

Versionen

Dieser Viewer folgt FHIR R4 (4.0.1). Die R4-Seiten der Spezifikation weisen darauf hin, dass R5 (5.0.0) die Version ist, die R4 ablöst. Der ISiK-Leitfaden aus Deutschland (siehe unten) basiert auf FHIR 4.0.1. Daten aus R4B oder R5 kann der Viewer anzeigen; seine Hinweise sind aber auf R4 ausgelegt.

FHIR in Deutschland

Die folgenden Aussagen stammen jeweils von der verlinkten Seite, abgerufen am 27.10.2026.

Für den Alltag heißt das: Wer FHIR-Daten aus deutschen Systemen liest, kann auf Profile treffen, die auf diesen Basisprofilen aufbauen. Diese Profile prüft der Viewer nicht; er zeigt die Struktur so, wie sie in der Datei steht.

Pfade in FHIR-Daten: FHIRPath

Zum Auswählen einzelner Elemente nutzt FHIR FHIRPath. Praktische Beispiele stehen im FHIRPath-Tester.

Quellen dieser Seite

Weitere Werkzeuge

FHIR steht neben anderen Formaten des Gesundheitswesens. Zwei davon lassen sich ebenfalls im Browser ansehen:

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