Die Seriennamen entschlüsseln
Ein Serienname setzt sich aus Wichtung, Sequenztyp, Zusätzen und Schnittebene zusammen. Beispiel t2_tse_fs_sag: T2-gewichtet, Turbo-Spin-Echo, mit Fettsättigung, sagittale Ebene.
| Kürzel | Bedeutung | Woran man es erkennt |
|---|---|---|
| T1 | T1-Wichtung, gute Darstellung der Anatomie | Fett hell, Wasser (z. B. Liquor) dunkel |
| T2 | T2-Wichtung, zeigt Flüssigkeit und Wassereinlagerungen | Wasser und Liquor hell, Fett mittelhell |
| PD | Protonendichte | Kontrast zwischen T1 und T2, Knorpel gut sichtbar |
| FLAIR | T2 mit unterdrücktem Wassersignal, v. a. Kopf | Liquor dunkel, Gewebe ähnlich T2 |
| STIR / fs / FatSat / SPAIR | Fettunterdrückung | Fett dunkel, Flüssigkeit hebt sich stark ab |
| DWI / ADC | Diffusion, misst Wasserbeweglichkeit | Körniges, kontrastarmes Bild; ADC ist die berechnete Karte dazu |
| KM / +C / post / Gd | Nach Kontrastmittel | Aufnahme nach Kontrastmittelgabe; durchblutetes Gewebe kann hell erscheinen |
| localizer / scout / survey | Übersichtsbilder zur Planung | Wenige grobe Bilder in drei Ebenen |
Die drei Schnittebenen
- sag (sagittal): Schnitt von der Seite, wie ein Profil.
- cor (coronal/koronar): Schnitt von vorn, als ob man Ihnen gegenübersteht.
- tra / ax (transversal/axial): Schnitt quer, betrachtet von den Füßen her. Ihre linke Körperseite liegt daher auf dem Bild rechts.
Hell und dunkel
Im MRT sagt Helligkeit nichts über „gut“ oder „schlecht“ aus, sondern nur über die Signalstärke in der jeweiligen Wichtung. Dasselbe Gewebe kann in T1 dunkel und in T2 hell sein. Deshalb werden mehrere Serien miteinander verglichen. Im CT ist das anders: Dort entspricht die Helligkeit der Dichte (Knochen hell, Luft schwarz), gemessen in Hounsfield-Einheiten.
Selbst ansehen
Laden Sie Ihre CD in den DICOM Viewer. In der Tag-Ansicht sehen Sie zu jeder Serie die Beschreibung (0008,103E), Echozeit (TE) und Repetitionszeit (TR). Faustregel: kurze TR und TE ≈ T1, lange TR und TE ≈ T2. Wie Sie die CD öffnen, steht unter Radiologie-CD öffnen.
Was ist DICOM überhaupt?
DICOM ist das Dateiformat, in dem MRT, CT, Röntgen und Ultraschall gespeichert werden. Jede Datei enthält ein Bild (oder einen kurzen Film) plus Angaben zu Patient, Gerät und Aufnahmeparametern. Eine MRT-Untersuchung besteht aus einer oder mehreren Serien aus Schichtbildern.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen T1 und T2?
In T1 erscheint Fett hell und Flüssigkeit dunkel, in T2 ist Flüssigkeit hell. T1 zeigt gut die Anatomie, T2 eher Wassereinlagerungen und Entzündungen.
Warum gibt es mehrere Serien?
Jede Serie betont andere Gewebeeigenschaften oder zeigt eine andere Schnittebene. Erst zusammen ergeben sie ein vollständiges Bild.
Kann ich anhand der Bilder selbst etwas erkennen?
Laien können Anatomie erkennen, aber Befunde zuverlässig zu beurteilen erfordert Fachwissen. Der Viewer ist kein Medizinprodukt und nur zur Ansicht gedacht.
Was bedeutet KM im Seriennamen?
KM steht für Kontrastmittel. Diese Serie wurde nach der Gabe von Kontrastmittel aufgenommen.