DICOM Viewer
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MRT-Bilder verstehen: T1, T2 und Co.

Auf Ihrer CD liegen zehn Serien mit kryptischen Namen wie „t2_tse_sag“ oder „t1_vibe_fs_tra_KM“? Hier steht, was diese Abkürzungen bedeuten – als Orientierung, nicht als Befund.

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Wichtig: Diese Seite erklärt Begriffe, sie ersetzt keinen Befund. Ob etwas auffällig ist, kann nur die Radiologin oder der Radiologe beurteilen, der alle Serien gemeinsam und mit Ihrer Vorgeschichte betrachtet.

Die Seriennamen entschlüsseln

Ein Serienname setzt sich aus Wichtung, Sequenztyp, Zusätzen und Schnittebene zusammen. Beispiel t2_tse_fs_sag: T2-gewichtet, Turbo-Spin-Echo, mit Fettsättigung, sagittale Ebene.

KürzelBedeutungWoran man es erkennt
T1T1-Wichtung, gute Darstellung der AnatomieFett hell, Wasser (z. B. Liquor) dunkel
T2T2-Wichtung, zeigt Flüssigkeit und WassereinlagerungenWasser und Liquor hell, Fett mittelhell
PDProtonendichteKontrast zwischen T1 und T2, Knorpel gut sichtbar
FLAIRT2 mit unterdrücktem Wassersignal, v. a. KopfLiquor dunkel, Gewebe ähnlich T2
STIR / fs / FatSat / SPAIRFettunterdrückungFett dunkel, Flüssigkeit hebt sich stark ab
DWI / ADCDiffusion, misst WasserbeweglichkeitKörniges, kontrastarmes Bild; ADC ist die berechnete Karte dazu
KM / +C / post / GdNach KontrastmittelAufnahme nach Kontrastmittelgabe; durchblutetes Gewebe kann hell erscheinen
localizer / scout / surveyÜbersichtsbilder zur PlanungWenige grobe Bilder in drei Ebenen

Die drei Schnittebenen

Hell und dunkel

Im MRT sagt Helligkeit nichts über „gut“ oder „schlecht“ aus, sondern nur über die Signalstärke in der jeweiligen Wichtung. Dasselbe Gewebe kann in T1 dunkel und in T2 hell sein. Deshalb werden mehrere Serien miteinander verglichen. Im CT ist das anders: Dort entspricht die Helligkeit der Dichte (Knochen hell, Luft schwarz), gemessen in Hounsfield-Einheiten.

Selbst ansehen

Laden Sie Ihre CD in den DICOM Viewer. In der Tag-Ansicht sehen Sie zu jeder Serie die Beschreibung (0008,103E), Echozeit (TE) und Repetitionszeit (TR). Faustregel: kurze TR und TE ≈ T1, lange TR und TE ≈ T2. Wie Sie die CD öffnen, steht unter Radiologie-CD öffnen.

Was ist DICOM überhaupt?

DICOM ist das Dateiformat, in dem MRT, CT, Röntgen und Ultraschall gespeichert werden. Jede Datei enthält ein Bild (oder einen kurzen Film) plus Angaben zu Patient, Gerät und Aufnahmeparametern. Eine MRT-Untersuchung besteht aus einer oder mehreren Serien aus Schichtbildern.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen T1 und T2?

In T1 erscheint Fett hell und Flüssigkeit dunkel, in T2 ist Flüssigkeit hell. T1 zeigt gut die Anatomie, T2 eher Wassereinlagerungen und Entzündungen.

Warum gibt es mehrere Serien?

Jede Serie betont andere Gewebeeigenschaften oder zeigt eine andere Schnittebene. Erst zusammen ergeben sie ein vollständiges Bild.

Kann ich anhand der Bilder selbst etwas erkennen?

Laien können Anatomie erkennen, aber Befunde zuverlässig zu beurteilen erfordert Fachwissen. Der Viewer ist kein Medizinprodukt und nur zur Ansicht gedacht.

Was bedeutet KM im Seriennamen?

KM steht für Kontrastmittel. Diese Serie wurde nach der Gabe von Kontrastmittel aufgenommen.

Über den Entwickler

Thomas Freimoser entwickelt kostenlose, datensparsame Web-Tools für Praxen, Labore und Patientinnen und Patienten – alles läuft im Browser, nichts wird hochgeladen. München / Remote.