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Peppol: das Netzwerk für E-Rechnungen

Peppol ist ein internationales Netzwerk mit einheitlichen Regeln, über das Unternehmen und Behörden E-Rechnungen von Software zu Software austauschen. Für Unternehmen in Deutschland ist Peppol nicht vorgeschrieben: Den Übertragungsweg stimmen Rechnungssteller und Empfänger ab, und für den Empfang genügt ein E-Mail-Postfach.

Stand 08.10.2026, Quelle: KoSIT: E-Rechnungspflicht im B2B-BereichStand 08.10.2026, Quelle: Umsatzsteuer-Anwendungserlass, Stand 2. Juni 2026, Abschnitt 14.1 Abs. 5

Stand: 8. Oktober 2026 · Allgemeine Information, keine Steuer- oder Rechtsberatung · von Thomas Freimoser

Was ist Peppol?

Peppol (ursprünglich „Pan-European Public Procurement OnLine“) ist eine Sammlung von Komponenten und Spezifikationen, mit denen Geschäftspartner Dokumente auf standardisierte Weise über das Peppol-Netzwerk austauschen, darunter E-Rechnungen. Entwickelt wird es von der Non-Profit-Organisation OpenPeppol. Die Teilnehmer sind über Zugangspunkte (Access Points) angebunden; wer an wen senden kann, steht in einem Verzeichnis (Service Metadata Publisher, SMP).

Stand 08.10.2026, Quelle: E-Rechnung Bund: Übertragungskanal PeppolStand 08.10.2026, Quelle: OpenPeppol: About PeppolStand 08.10.2026, Quelle: KoSIT: FAQ Peppol

In Deutschland ist die KoSIT im Auftrag des IT-Planungsrats die nationale Peppol Authority. Stand 08.10.2026, Quelle: KoSIT: PeppolStand 08.10.2026, Quelle: OpenPeppol: Peppol Authorities

Brauche ich Peppol?

Stand 08.10.2026.
SituationPeppol nötig?Beleg
E-Rechnungen von Lieferanten empfangenNein, ein E-Mail-Postfach genügtAbschnitt 14.1 Abs. 5 UStAE
E-Rechnungen an andere Unternehmen schickenNein, der Weg wird mit dem Empfänger abgestimmt (z. B. E-Mail, Portal, Peppol)Abschnitt 14.1 Abs. 4 UStAE, KoSIT
E-Rechnungen an den Bund (OZG-RE) schickenNein; es gibt vier Wege: Peppol, E-Mail, Upload und Eingabe im WebportalE-Rechnung Bund
Viele Rechnungen vollautomatisch an Behörden sendenSinnvoll: Peppol ist dort der einzige Weg für Maschine-zu-Maschine-Kommunikation und MassenversandE-Rechnung Bund

Ab wann du E-Rechnungen schicken musst, steht unter E-Rechnung: Pflicht ab wann?

Stand 08.10.2026, Quelle: Umsatzsteuer-Anwendungserlass, Stand 2. Juni 2026, Abschnitt 14.1 Abs. 4 und 5Stand 08.10.2026, Quelle: KoSIT: E-Rechnungspflicht im B2B-BereichStand 08.10.2026, Quelle: E-Rechnung Bund: Übertragungskanal Peppol

Peppol und XRechnung

XRechnung ist ein Format (zum Unterschied zu ZUGFeRD siehe XRechnung oder ZUGFeRD), Peppol ein Transportweg. Über Peppol lassen sich XRechnungen in UBL und CII übertragen. Für Rechnungen an die öffentliche Verwaltung innerhalb Deutschlands verlangen die nationalen Vorgaben im Peppol-Netz den Standard XRechnung; Empfänger im Netz müssen grundsätzlich auch das internationale Format Peppol BIS Billing 3.0 annehmen können. Seit XRechnung 3.0 sind außerdem Regeln aus Peppol BIS Billing 3.0 Teil der XRechnung; sie erscheinen in Prüfberichten als PEPPOL-EN16931-Codes.

Stand 08.10.2026, Quelle: KoSIT: FAQ PeppolStand 08.10.2026, Quelle: KoSIT: Spezifikation XRechnung 3.0.2 (20.06.2024), Kapitel 12.5

Die Peppol-ID

Eine Peppol-ID adressiert den Empfänger technisch im Netz. Sie besteht aus einer Schemakennung und einer Nummer, zum Beispiel 0204 für die Leitweg-ID der öffentlichen Verwaltung oder 9930 für die deutsche Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Die Adressierungsdaten sollten Empfänger möglichst selbst an ihre Lieferanten mitteilen. Mehr zu Leitweg-ID und anderen Begriffen unter Begriffe.

Stand 08.10.2026, Quelle: KoSIT: FAQ PeppolStand 08.10.2026, Quelle: OpenPeppol: Code Lists v9.7 (02.07.2026)

Kosten

Für das Senden und Empfangen innerhalb von Peppol gibt es keine Transaktions- oder Roaming-Gebühren. Kosten entstehen für den Zugang: entweder über einen Service Provider oder durch einen eigenen Access Point, der eine kostenpflichtige Mitgliedschaft bei OpenPeppol voraussetzt. Stand 08.10.2026, Quelle: KoSIT: Peppol

Häufige Fragen

Ist Peppol für Unternehmen in Deutschland Pflicht?

Nein. Den Übertragungsweg stimmen Rechnungssteller und Empfänger miteinander ab; neben Peppol kommen etwa E-Mail oder Portale in Frage. Für den Empfang reicht ein E-Mail-Postfach. Für Wirtschaftsunternehmen ist der Empfang über Peppol freiwillig.

Stand 08.10.2026, Quelle: KoSIT: E-Rechnungspflicht im B2B-BereichStand 08.10.2026, Quelle: KoSIT: FAQ PeppolStand 08.10.2026, Quelle: Umsatzsteuer-Anwendungserlass, Stand 2. Juni 2026, Abschnitt 14.1 Abs. 4 und 5

Was kostet Peppol?

Innerhalb von Peppol fallen keine Transaktions- oder Roaming-Gebühren an. Kosten entstehen für den Zugang über einen Access Point, entweder über einen Dienstleister oder mit eigenem Access Point samt kostenpflichtiger Mitgliedschaft bei OpenPeppol.

Stand 08.10.2026, Quelle: KoSIT: Peppol

Was ist ein Access Point?

Ein Zugangspunkt ins Peppol-Netzwerk. Um Dokumente über Peppol auszutauschen, braucht man eine Verbindung zu einem Access Point – selbst betrieben oder über einen Service Provider.

Stand 08.10.2026, Quelle: KoSIT: FAQ Peppol

Was ist eine Peppol-ID?

Die technische Adresse eines Empfängers im Peppol-Netz, bestehend aus einer Schemakennung und einer Nummer. Die öffentliche Verwaltung in Deutschland nutzt dafür die Leitweg-ID (Schema 0204), Unternehmen meist die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (Schema 9930).

Stand 08.10.2026, Quelle: KoSIT: FAQ PeppolStand 08.10.2026, Quelle: OpenPeppol: Code Lists v9.7 (02.07.2026)

Kann ich eine über Peppol empfangene Rechnung hier öffnen?

Ja, wenn du die Rechnungsdatei (XML) hast. Das Werkzeug liest XRechnung und Peppol BIS Billing 3.0 in UBL und CII und zeigt sie lesbar an.

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